Buchveröffentlichungen und Artikel

NEUERSCHEINUNG 2021

 

Kann und soll man sich überhaupt auf die Phänomene des Älterwerdens, des Altseins und die unausweichliche Endlichkeit vorbereiten und wenn ja, wie? Antworten liefern die Literatur und besonders Philosophinnen und Philosophen von der Antike bis in die Gegenwart.

 

Heute gehören zum Thema Alter und Altern, neben philosophischen und psychologischen Überlegungen, vor allem medizinische, soziologische und ökonomische Erkenntnisse, die den Prozess des Älterwerdens auch für Nicht-Experten verstehbar und in aktives Handeln umsetzbar machen.

 

Die heute Jüngeren werden erheblich länger leben als jede Generation zuvor. Aber, fragt sich der Autor, werden sie noch ein gutes und erfülltes Leben haben?

CORONAVIRUS: WELCHE WERTE KÖNNEN UNS IN EINER KRISE TRAGEN?

Die Frage nach dem moralisch Guten kann aus den Folgen (Teleologische Ethik), den Charaktereigenschaften (Tugendethik), den Absichten des Handelnden (Gesinnungsethik), den objektiven moralischen Tatsachen (Deontologische, auch Sollens-Ethik) und der Optimierung, dem Nutzen oder dem Glück der größten Zahl (Utilitaristische Ethik) bestimmt werden.

   Wie soll ich handeln? Das ist aktuell die Frage für jeden Mediziner, wenn sie oder er zu entscheiden hat, ob eine 40- oder die 80-Jährige an das Beatmungsgerät angeschlossen werden soll, wenn nur noch ein Platz auf der Intensivstation zu vergeben ist. Sie oder er muss entscheiden ob es darum geht, möglichst viele Lebensjahre oder möglichst viele Leben zu retten. In diese Situation möchte niemand wirklich kommen und doch gehörte sie in den spanischen und italienischen Kliniken zum Alltag, wie zu lesen ist. Die Patienten der Intensivstationen müssen befürchten, um die Würde des Sterbens gebracht zu werden.

   »Auch der alte Mensch hat ein Anrecht darauf, dass er eine Behandlung bekommt, auch er hat nur ein Leben. Einen Menschen, der älter als 80 Jahre alt ist nicht mehr wegen seines Alters zu beatmen wäre eine Schlechterstellung und somit eine Diskriminierung wegen des Alters und dies wäre mit unseren Grundrechten nicht vereinbar und aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Es ist eine Frage der Fairness und der Gerechtigkeit«, so der Mediziner und Philosoph Professor Giovanni Majo in einen 3SAT-Beitrag vom 30.03.20. Es wäre ethisch gesehen ein Fehlschluss, wenn man sagen würde, zuerst sind die Jungen zu retten und dann die Alten, so Majo.

   Und dennoch ist es so, dass wir ständig den Nutzen unseres Handelns abwägen und kalkulieren: Wer bekommt welche Schutzmasken oder Desinfektionsmittel, wie groß ist das gesundheitliche Risiko, wenn Kontaktsperren, Kita-, Schul- und Firmenschließungen wieder aufgehoben werden?

Wie soll ich also handeln? Die erste Frage, die sich stellt: Was ist für mich das moralisch richtige Handeln, was sind für mich die Kriterien für die Bestimmung des moralisch Guten? In der FAZ kommen Mediziner in einem Artikel mit dem Titel Dilemma Triage. Rückhalt für die Ärzte zu dem Schluss: »Wenn irgendetwas uns als Gesellschaft und als Nation das Fell rettet, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich und in unserem konfliktarmen Zusammenleben, dann ist das sehr kluges, abwägendes utilitaristisches Denken, das die deontologischen Werte im Hinterkopf hat.«

   Die zweite Frage, die sich stellt: Wäre es deshalb nicht besser, das Kontaktverbot auf die Hochrisikogruppen der Vorerkrankten und der Älteren zu beschränken, anstatt eine ganze Bevölkerung in Quarantäne zu nehmen. Ist diese Frage diskriminierend und schonungslos? Weder das Recht auf Leben noch das Recht auf Freiheit lassen sich, jedes für sich, absolut verwirklichen, sie müssen gegeneinander abgewogen werden.

   Die dritte Frage, die sich stellt: Was ist bei der Bekämpfung einer solchen Pandemie wichtiger: der Schutz des Lebens oder die individuelle Freiheit? Ist das Recht auf Leben die Voraussetzung für alle anderen Grundrechte, folglich auch auf das Recht auf Freiheit? Fest steht, dass nur der rechtzeitige und umfassende Lockdown in Deutschland ähnliche Todesfallraten wie in Spanien, Italien, den USA oder Brasilien verhindert hat. Ein Recht auf Freiheit zum Schaden anderer darf es nicht geben!

   Weder Egoismus noch Ignoranz dürfen das Geschehen bestimmen. Vielmehr sind Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt erforderlich. Nicht um Jung gegen Alt kann und darf es gehen, nur gemeinsam wird diese Krise zu bewältigen sein.


Philosophischer Roman

 

Robert Jonas steht im Alten Museum in Berlin Mitte vor der Büste des griechischen Philosophen Epikur und fragt sich, warum er die epikureische Philosophie bisher abgelehnt hat obwohl er weiß, dass deren Ziel das persönliche Glück und ein gelingendes, gutes Leben ist.
Epikurs These war: "Suche Lust und vermeide Unlust!". Was ist damit gemeint? Um welche Art von Lust ging es ihm? 
Um das herauszufinden trifft er sich mehrmals mit einer Philosophischen Praktikerin, mit der er sich berät und die ihm den Hinweis gibt, dass es möglicherweise in einem Kloster auf dem Berg Athos noch geheim gehaltene Schriften Epikurs oder seiner Nachfolger gibt. Robert reist nach Athen und trifft dort auf eine ihn faszinierende Griechin, die ihm dabei behilflich ist, seinen Fragen nachzugehen.

 

HINTERGRUND: Die epikureische Philosophie wird heute immer noch unterschätzt und häufig im negativen Sinne als hedonistisch und als "Leben nach dem Lustprinzip" diskreditiert. Mein Anliegen ist, einen Beitrag zur Rehabilitierung dieser antiken philosophischen Schule zu leisten, indem ich versuche, die große Bedeutung, die sie für die individuelle physische und psychische Stabilität und Lebensfreude eines Menschen haben kann, aufzuzeigen.

Das Buch wendet sich an alle diejenigen, die sich für Lebenssinn und Lebenskunst interessieren und immer schon nach einer passenden Philosophie für ihr Leben gesucht haben.

LESEPROBE: Klick aufs Cover. 

Worum geht es in diesem Sachbuch?

Managementliteratur gibt es wie Sand am Meer, wozu also noch ein weiteres Buch? Was unterscheidet dieses Buch von anderen, worin liegt sein Nutzen?

Ziel des Buches ist es, dem Leser das Potenzial der Philosophie für die Unternehmensführung anschaulich, praxisnah und unterhaltsam nahe zu bringen.

Die Philosophie wird in der Managementliteratur meistens auf den Bereich der (Wirtschafts-)Ethik beschränkt und damit große Teile dessen, was Philosophie im Unternehmensalltag zu bieten hat, ausgeblendet. Die Autoren räumen mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass Philosophie etwas Abstraktes und „über den Wolken schwebendes“ ist, das keinen Bezug zur Realität und den Zwängen des Alltagshandelns in der Wirtschaft hat.

 

Inhalt und Struktur

Anhand von typischen Situationen des beruflichen Alltags wird beispielhaft gezeigt, welche Fragen aus Sicht der Philosophie hier aufgeworfen werden und welche Ansätze die Philosophiegeschichte dem Manager von heute zur Orientierung bietet. Dabei wird deutlich, dass es auf die grundsätzlichen Fragen von Strategie, Führung oder Innovation keine Lösungen von der Stange geben kann. Das Buch zeigt deutlich, dass das vereinfachte Denken in „Tools und Instrumenten“ mit standardisierten Checklisten nur zu kurzfristigem Aktivismus führt, und den eigentlichen Herausforderungen an eine gute Unternehmensführung nicht gerecht wird. An diese Erfahrung, die jede verantwortungsbewusste Führungsperson gemacht hat, wenn sie denn ihr eigenes Handeln hinterfragt, knüpft das Buch an und zeigt, welche Alternativen hier die Philosophie bzw. das Philosophieren bieten kann. Jedes Praxisbeispiel aus dem Unternehmensalltag wird mit Methoden bzw. einzelnen Ansätzen aus der Philosophiegeschichte in Beziehung gesetzt.

Dem Leser wird deutlich, dass es zu vielen beruflichen Problemstellungen alternative Lösungsmöglichkeiten gibt. Philosophie verändert in diesem Sinne die Perspektive und macht so auch neue Handlungsoptionen erkennbar.

Die philosophische Beschäftigung mit Dingen des Wirtschaftslebens führt in vielen Fällen zunächst zu einem Stauen und einer Verwunderung über scheinbar Selbstverständliches. Doch gerade dadurch, dass wir uns wundern, sehen wir, dass die Dinge auch anders sein könnten und damit auch veränderbar sind. Durch diesen Perspektivwechsel bekommt der Leser wieder das Heft des Handelns zurück, er ist nicht nur bloß Getriebener in einem großen Spiel von Zwängen und Notwendigkeiten, sondern kann seine Handlungsspielräume aktiv und bewusst selbst gestalten. Die Auseinandersetzung mit der Philosophie bietet dem Leser einen Gewinn an Selbsterkenntnis und Souveränität, die unbedingte Voraussetzung für das erfolgreiche Führen eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter ist.

Philosophie selbst ist dabei keine Methode wie beispielsweise das seit Jahrzehnten in vielen Unternehmen mehr oder weniger erfolgreich etablierte „Management by Objectives“ (Führen mit Zielen). Bei „Management by Sokrates“ geht es um das Philosophieren, um das Nachdenken und Reflektieren des eigenen Handelns.

Zielgruppe: Manager und Managerinnen im weitesten Sinne, Fach- und Führungskräfte.